Exil NS

Forschungsprojekt über die Emigration aus NS-Deutschland

Diese Seite dokumentiert die Arbeit einer Gruppe von Wissenschaftler*innen, 

- die sich mehrheitlich seit über 20 Jahren mit dem ‚wissenschaftlichen Preisausschreiben‘ der Harvard University aus dem Jahr 1939‚ Mein Leben in Deutschland vor und nach dem 30. Januar 1933‘ beschäftigen,

- die ihren Blick auf die Emigrantinnen und Emigranten richten, die mit ihren autobiographischen Beiträgen diesem Aufruf nachkamen, und 

- die die in diesem Zusammenhang erzielten (biographie-)theoretischen Ergebnisse präsentieren.

Wir untersuchen, wie es zu dieser besonderen Form der Datenerhebung kam, worauf sich die beteiligten Wissenschaftler Gordon W. Allport, Sidney B. Fay und Edward Y. Hartshorne, stützen konnten, wie sie ihre Ideen umsetzten, und welche Resultate aus dieser ursprünglichen Forschung hervorgegangen sind.
Wir beschäftigen uns insbesondere mit der biographischen Entwicklung der Teilnehmer*innen, indem wir sowohl deren 1939 oder 1940 geschriebenen Autobiographien analysieren als auch ihren weiteren Lebensverlauf rekonstruieren.
Wir fragen uns, welche (methodischen und theoretischen) Folgerungen sich aus der Beschäftigung mit diesen Unterlagen ziehen lassen. – Obwohl die Autobiographien aufgrund des besonderen Entstehungskontextes einmalig sind, lassen sich Schlüsse ziehen, die für verschiedene Wissenschaften bzw. die ‚scientific community‘ von allgemeinem Interesse sind.

Wir werden auf dieser Homepage die Ergebnisse unserer Arbeit einstellen oder in links darauf verweisen. Darüber hinaus werden wir jene Seiten der Harvard University kenntlich machen, die über die Manuskripte informieren bzw. die es ermöglichen, (einige) Manuskripte herunterzuladen. Wir werden schließlich, das steht noch aus, die Namen der Emigrantinnen und Emigranten, die sich am Preisausschreiben beteiligten, zusammen mit einigen weiteren Angaben, mit der Bitte einstellen, dass Personen, die etwas über das Leben der Betroffenen wissen, sich bei uns melden. Damit sollen deren Leben bzw. Lebensgeschichten umfassend festgehalten und vor dem Vergessen bewahrt werden. 

Unser Team

folgt in Kürze.

Detlef Garz


Sylke Bartmann 


Wiebke Lohfeld

Ich bin akademische Rätin an der Universität Koblenz. Seit 1997 arbeite ich über die Biografien von vom Nationalsozialismus Verfolgten in unterschiedlichen Zusammenhängen. Mein Interesse gilt nicht nur den historischen und biografischen Verstrickungen von Menschen, die durch Verfolgung und Flucht in besonderer Weise geprägt sind. Darüber hinaus legen meine Arbeiten einen Fokus auf die biografischen Ressourcen und Widerständigkeiten dieser Gruppe von Menschen. Meine Tätigkeit in der Wissenschaft, Lehre und Forschung sehe ich als einen Beitrag zur Erinnerungskultur gegen das Vergessen und für eine Zukunft.